Anforderungen an Ackerbau und Technik
Klimawandel und Bodenschutz
Aufgrund der höheren Verdunstungsrate werden die Böden trockener. Mit jedem Grad verdunsten 7% mehr Wasser. Das Jahresmittel war in 30 Jahren um etwa 1 Grad gestiegen.
Wärmere Atmosphäre wandelt Wasserdampf schneller in Wolken und wiederum in Niederschläge um. Somit regnet es stärker als früher. D.h. auch bei gleichbleibenden Regenmengen, wird es seltener regnen.
Niederschläge müssen bestmöglich im Boden gespeichert werden. Starkniederschläge müssen problemlos in den Boden infiltrieren können durch Schaffung eines möglichst gut funktionierenden Porensystems und durch Steigerung der biologischen Aktivität (Regenwürmer, Bodenpilze usw.)
Zudem muss extreme Bodenerhitzung, die jegliche biologische Bodenaktivität zerstört, verhindert werden.
- Humuserhalt- und Aufbau
- Emissionsreduktion einhergehend mit niedrigeren Produktionskosten (z.B.: hohere Stickstoffnutzungseffizienz)

- Regen nutzen – der Boden sollte immer mit Pflanzen bedeckt sein
- Häufiger auftretende Starkregenereignisse sollten nicht oberflächlich abfließen und ggf. Erosion verursachen
- Vor allem im Frühjahr, wenn der Boden schon trocken ist, nicht tief ackern
Green Deal, Farm to Fork und Biodiversität (auszugsweise)
- Humuserhalt- und Aufbau
- Ökolandbau und Methoden der ökologischen Landwirtschaft werden gefördert und in den Vordergrund gestellt
- Emissionsreduktion einhergehend mit niedrigeren Produktionskosten (z.B. höhere Stickstoffnutzungseffizienz)
- Reduktion von Pflanzenschutzmitteln
- Anbau von Zwischenfrüchten und Untersaaten
- Deutliche Reduktion der Bodenbearbeitungsintensität bei gleichzeitig deutlich höherer Effektivität und Effizienz der Bodenbearbeitungsmaßnahmen
- Ernährungssicherheit trotz Klimawandel und Biodiversitätsverlust
- Reduzierung der Nährstoffverluste um mindestens 50 % ohne Verschlechterung der Bodenfruchtbarkeit. Reduktion des Einsatzes von Düngemitteln bis 2030 um 20 %